Leben Lernen – ein neues Unterrichtsfach an der Waldschule Hatten

Kinder und Jugendliche müssen heute viel intensiver auf die Anforderungen des Lebens vorbereitet werden. Verträge lesen und verstehen, Briefe schreiben, sich im Tarifdschungel zurecht finden, medien-, sozial- und berufskompetent sein, sich richtig ernähren, einen Haushalt führen, die Finanzen im Griff haben, sich auf dem gesellschaftlichen Parkett durch gute Etikette und durch die Fähigkeit gekonnter Kommunikation sicher bewegen: all das müssen unsere Kinder können.

Das lernen sie nicht von selbst und leider auch nicht mehr zuverlässig außerhalb von Schule. Deshalb haben wir uns gedacht: Wir müssen unserer Verantwortung gerecht werden, wir machen das Leben zum Unterrichtsfach.

Wie sieht das Konzept aus?

Info-unterrichtsfach-leben-lernen

Ab dem nächsten Schuljahr werden nun zum ersten Mal die Themen und Inhalte vermittelt. Am Ende des nächsten Schuljahres wird dann evaluiert. Was hat sich bewährt? Was verwerfen wir? Was haben wir vergessen?

Man darf gespannt sein auf ein tolles Unterrichtsfach.

Deutsch, Mathe, Englisch intensiv und kreativ im WPK-Band II

Was soll im Kurs „Mathe, Deutsch, Englisch intensiv“ vermittelt werden?

Die Intensiv-Kurse haben das Ziel, Inhalte aus dem Kernunterricht vertiefend und handlungsorientiert einzuüben bzw. grundlegende mathematische Kompetenzen oder die Lesekompetenz zu fördern. Der Schwerpunkt liegt in diesen Kursen also auf der Förderung.

  • Wer kommt in die Kurse und wer teilt die Schüler ein? Die Einteilung erfolgt in Absprache mit den entsprechenden Fachlehrern durch den didaktischen Leiter.
  • Wann erfolgt ein Wechsel? Ein Wechsel erfolgt immer zu Beginn eines neuen Halbjahres. Die Schüler besuchen also nicht mehr 3 Kurse, sondern nur noch 2 Kurse.

Die Kreativ-Kurse haben das Ziel, Inhalte aus dem Kernunterricht für leistungsstarke Schüler mit Aufgaben auf erhöhtem Niveau (Transfer-Niveau) vertiefend zu bearbeiten (vielleicht auf Grundlage der Materialien von MATHE-LIVE im Fach Mathematik) und darüber hinaus das selbständige und kreative Denken bzw. Handeln und das selbstorganisierte und problemlösungsorientierte Lernen an lebensweltorientierten Inhalten zu trainieren.

  • Wer kommt in die Kurse und wer teilt die Schüler ein? Die Einteilung erfolgt in Absprache mit den entsprechenden Fachlehrern durch den didaktischen Leiter.
  • Wann erfolgt ein Wechsel? Ein Wechsel erfolgt immer zu Beginn eines neuen Halbjahres. Die Schüler besuchen also nicht mehr 3 Kurse, sondern nur noch 2 Kurse.

Lesen Sie mehr: Konzept WPK II Jahrgang 6 und 7

Das Präventionskonzept der Waldschule Sandkrug

Was sind unsere Leitgedanken?

Die Einrichtung Schule erfüllt neben dem traditionellen Bildungsauftrag in zunehmendem Maße die erzieherische Aufgabe, eine Vielzahl von gesellschaftskonformen Werten und Normen zu vermitteln und die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Dabei folgen wir stets einem von Optimismus und gegenseitigem Respekt geprägten Menschenbild.

So verfolgt der konzeptionelle Präventionsgedanke der Waldschule einen ganzheitlichen Ansatz. Also müssen wir zum einen durch Primärprävention und zum anderen durch Sekundärprävention (wenn das Kind „in den Brunnen gefallen ist”) folgende Themen mit den Schülern problematisieren:

  • Gewalt
  • Sucht (besonders Alkohol und Nikotin)
  • Verkehrserziehung
  • Gesundheitserziehung
  • Sexualerziehung
  • Medienerziehung (siehe Medienkonzept)

Da Prävention nicht nur eine schulische Aufgabe ist, muss sie in Abstimmung mit den Elternhäusern und anderen Institutionen erfolgen.

Primärprävention

Einen genauen Fahrplan zur Umsetzung der Präventionsmaßnahmen findet man im „Arbeitsplan Prävention” in der Anlage zum Präventionskonzept.

  • Eltern und Lehrer sind den Schülern gute Vorbilder (fröhliche und lebensbejahende Lebensweise, kein Nikotin, Alkohol als seltener Genuss, keine Drogen, Leistungsbereitschaft, Hilfsbereitschaft)
  • Ein freundliches, von gegenseitigem Respekt geprägtes, Unterrichtsklima
  • Einüben gemeinsamer „Spielregeln” und Umgangsformen
  • Übernahme von Verantwortung mit eigenen Entscheidungsbefugnissen mit dem Ziel, Persönlichkeiten zu stärken (z. B. Schülermanagement, Patenschaften, Schülersanitäter usw.)
  • Enge Abstimmung zwischen Schule und Elternhaus
  • Gesundheitsförderung: Sport und Spiel; gesunde Ernährung

Gewaltprävention/Sozialtraining

  • Klassen 5/6: Verfügungsstunde 1x wöchentlich zur Förderung einer adäquaten Kommunikationskultur; Besprechung von Klassenproblemen und gemeinsame Lösungsfindung im Klassenrat
  • Klasse 5: klasseninternes Sozialtraining (Sögel)
  • Klassen 5/6/8: In den zwei verpflichtenden Nachmittagsstunden, die alle durch den Klassenlehrer erteilt werden, sollen unter anderem soziale Kompetenzen (Verhaltensregeln, respektvoller Umgang miteinander, Verantwortung übernehmen, Gefühle wahrnehmen und äußern etc.) vermittelt werden
  • Klasse 7: Module im Ganztagsbereich zum Thema „Miteinander”
  • Religionsunterricht 5/7/9: Gefühle erkennen und benennen; Empathie entwickeln; Vielfalt als Chance begreifen; Konfliktbewältigung mit friedlichen Mitteln; das Eisbergmodell; Projekte zur Gewaltprävention

Suchtprävention

  • Stärkung der Schülerpersönlichkeit
  • Klasse 6/8: Behandlung der Themen Rauchen und Alkohol im Biologie-Unterricht
  • Klasse 9: Behandlung des Themas illegale Drogen im Biologieunterricht
  • Klasse 8: Besuch einer Drogenberatungsstelle
  • Klasse 8: Drogenprävention auf Grundlage der Klar-Sicht-Materialien von der BzfgA

Gesundheitserziehung

  • Klasse 5: Projekt zum Thema „Wie ernähre ich mich gesund”
  • Die Gesundheitserziehung findet aber auch durch entsprechende Themen im Biologieunterricht statt (siehe Arbeitsplan Biologie)
  • Klasse 8: Projekte zum Thema „Essstörungen”
  • Sportunterricht Klasse 7: Körperpflege nach dem Sport

Sexualerziehung

  • Klasse 6: Behandlung der Themen Veränderung während der Pubertät, Körperpflege Schwangerschaft und Geburt, Dein Körper gehört Dir im Biologieunterricht
  • Klasse 9: Behandlung der Themen Verhütungsmittel, Schutz vor HIV, Liebe und Partnerschaft, Verantwortung in der Partnerschaft etc. im Biologieunterricht
  • Klasse 9: Besuch beim Frauenarzt bzw. Besuch einer Beratungsstelle

Kriminalprävention

  • Klasse 7/8: Besuch eines Polizeibeamten im Unterricht
  • Klasse 9: Thematisierung des Jugendschutzgesetzes und des Waffenschutzgesetzes im Unterricht
  • Klasse 9/10: Besuch einer Gerichtsverhandlung

Verkehrserziehung

  • ab Klasse 5: Verkehrserziehung auf Basis der alltäglichen Pädagogik
  • Koordination der Fahrradkontrolle mit der Polizei
  • Beleuchtungskontrolle im Winter
  • Aktion: Achtung Auto
  • ADAC Fahrradturnier
  • Weser – Ems – Bus: Verhalten im Bus
  • Klasse 8: Besuch eines Polizeibeamten im Unterricht
  • Klasse 8:Verdeutlichung der Fahrweise unter Alkoholeinfluss per Fahrsimulator

Sekundärprävention

Gewaltprävention

  • Krisenintervention, Mediation und Konfliktmanagement in eskalierenden Alltagssituationen.
  • konsequentes Einschreiten bei gewalttätigen Auseinandersetzungen.
  • Coolnesstraining für und gewaltbereite Schüler / Erweiterung der individuellen Handlungskompetenz.

Suchtprävention

Einhaltung des Rauch- und Alkoholverbotes – rauchfreie Schule.

  1. Verstoß: Verwarnung
  2. Verstoß: Raucherbrief, Benachrichtigung der Eltern
  3. Verstoß: Suspendierung von der Schule für drei Tage
  4. Verstoß: Klassenkonferenz über Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen

Leitsatz Optimaler Unterricht für alle

pädagogischer Trainingsraum zur Vermeidung von Unterrichtsstörungen

Schulabsentismus

Notorische Schulabwesenheit spiegelt ein Phänomen mit zumeist facettenreichen Ursachen wider. Die Aus- und Nachwirkungen dauerhafter Abwesenheit von der Schule –schlechtes Zeugnis, kein Schulabschluss und somit schlechte Zugangsvoraussetzungen für den allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt beeinflussen die individuelle Zukunftsgestaltung der betreffenden Schüler nachhaltig.

Die Waldschule Hatten hat zur Bekämpfung der Schulverweigerung ein Vierstufenmodell entwickelt, welches eine bedarfsgerechte Hilfestellung gewährleistet und die Durchsetzung der Schulpflichterfüllung zum Ziel hat:

a. ständige Anwesenheitskontrolle/ Kontrolle der Fehlzeiten (durch die Lehrkräfte) und Information an die Schulsozialpädagogin

 

Ÿ am 3. Tag des unentschuldigten Fehlens: telefonische Kontaktaufnahme zur/ m SchülerIn sowie Mitteilung an die Eltern mit der Aufforderung zum Vorlegen einer schriftlichen Entschuldigung

Ÿ am 5. oder 6. Tag: Hausbesuch durch die Schulsozialpädagogin. Elterngespräche mit der Schulsozialpädagogin/ Beratungslehrerin zur Eruierung der Hintergründe

Ÿ Schriftliche Verwarnung durch den Schulleiter

 

b. Entschuldigungen der Eltern kontrollieren. Bei permanent durch die Eltern entschuldigten Fehltagen wird in begründeten Fällen ein ärztliches Attest verlangt

c. Fehlen der Atteste bzw. Weiterbestehen von Zweifeln

 

Ÿ Einleitung des Bußgeldverfahrens durch die Ordnungsbehörde

Ÿ Eventuell Einschaltung einer therapeutischen Beratungsstelle /Rücksprache Eltern

Lesen Sie mehr: Das Präventionskonzept der Waldschule Hatten

Lesen Sie mehr: Der Arbeitsplan Prävention

Das Inklusionskonzept an der Waldschule Hatten

Wir streben eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben und am Bildungsprozess an.

Dies fordert die inklusive, individuelle und wohnortnahe Beschulung aller Kinder und Jugendlichen ungeachtet ihrer Begabungen und Behinderungen.

Unsere Vision ist „eine Schule für Alle“, in der Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf natürlicher Teil der Schülerschaft sind.

Diese Schule sieht Heterogenität als Chance.

Sie lässt Schülerinnen und Schüler gemeinsam an Lerngegenständen arbeiten und fördert dabei soziale Kompetenzen wie gegenseitige Wertschätzung, Rücksichtnahme und Hilfe.

Ihr gelingt ein individuell angemessenes Fördern und Fordern aller Schüler und Schülerinnen entsprechend ihren Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen mit Hilfe differenzierter und differenzierender Unterrichtsmethoden.

Dies ermöglicht auch die frühzeitige Förderung bei sich anbahnenden Schwierigkeiten und dient somit der Prävention längerfristigen Unterstützungsbedarfs.

Lesen Sie mehr: Das Inklusionskonzept

Lesen Sie mehr: Ablaufplan zum Förder- und Forderkonzept

Lesen Sie mehr: Das Förderkonzept der Waldschule

Ganztagsschulkonzept an der Waldschule Hatten

 

I Organisation

I.1 Allgemeines

Die Waldschule in der Oberschule ist eine teilgebundene Ganztagsschule an zwei Nachmittagen. Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler verbindlich an zwei (höchstens drei) Nachmittagen in der Woche (Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag) an der Waldschule sind.

Der Nachmittag soll Schülerinnen und Schülern weitere Gelegenheiten bieten, Verantwor- tung für sich, für Mitschüler und für die Schule zu übernehmen, wobei Wege zu sinnvollem und effektivem Lernen und zur sinnvollen Freizeitgestaltung aufgezeigt werden können.

An einem Nachmittag sind die Jahrgänge 5,6 und 8 mit ihren Klassenlehrern im Klassen- verband zusammen um gemeinsam zwei Unterrichtssunden zu gestalten. Darin geht es neben der Stärkung des Teams auch um die Vermittlung von Sozialkompetenzen und Me- thoden. Sicherlich stehen hin und wieder auch einmal fachliche Themen aus dem Unter- richtsalltag an.

Der Jahrgang 7 bleibt an einem Nachmittag ebenfalls im Klassenverband, durchläuft aber bei unterschiedlichen Lehrern im rhythmisierten Wechsel verschiede Module, die inhaltlich einem Thema unterliegen.

I.2 Rhythmisierung des Nachmittages

12:45 Uhr bis 13:45 – gemeinsames Mittagsessen in der Mensa,
Pausenangebote (Bewegte Pause, basteln, jonglieren, lesen…)

13:45 Uhr bis 14:30 Uhr – 7. Stunde 14:30 Uhr bis 15:15 Uhr – 8. Stunde

Für jeden GTS-Tag gibt es ein Programm aus dem die Kinder zusätzliche Kurse zum Klassenlehrer-/ Klassenverbandstag wählen können.

C:\Users\Silke\Documents\Konzepte\GTS_Konzept.docx

II Säulen der GTS

An einem (oder zwei) weiteren Nachmittag(en) wählen sich die Kinder der Oberschule ei- nen Kurs aus dem GTS-Programm. Dieses besteht aus 8 Säulen:

  1. ArbeitsgemeinschaftendurchVereine,OrganisationenundPersonen(VHS, SWO, TSG, etc.)
  2. ArbeitsgemeinschaftendurchLehrer(Chor,Schülermanagement,Designwerk- statt, etc.)
  3. Prüfungsvorbereitung(durchLehrkräfte,StudentenundSchüler)
  4. Förder-undForderunterrichtdurchLehrerundSchüler
  5. DienstevonSchülern(Aufsichten,Hausaufgabenbetreuung,sozialeDienste,etc.)
  6. Inklusion(KooperationmitdenWerkstätten);sieheebenfallsPunkt3
  7. ArbeitinModulen(DerJahrgang7durchläuft5ModulezumThema„Miteinander“)
  8. Berufsorientierung(Jahrgang8)

III Ziele der Ganztagschule

Die Ziele der Ganztagsschule an der Waldschule lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Förder- und Forderunterricht mit dem Ziel besserer Abschlüsse und möglichst ei- nen Abschluss für jeden Schüler.
  • Interessen wecken für die Bereiche Sport, Kultur, Musik und Kunst und Handwerk
  • Verantwortung in Schülerhand durch Einbinden älterer Schüler in die Nachmit-tagsangebote als „Lehrer“/ Trainer/ Coach.
  • Öffnung von Schule: Einbinden außerschulischer Personen und Institutionen wie Musikschule, Sportvereine, Tanzschule, Feuerwehr, Malteser, Bridgeclub in unsere Arbeit.
  • Inklusion durch erlebenden Umgang: Kinder ab der 8. Jahrgangsstufe besuchen die Werkstätten, eine Einrichtung für Menschen mit geistiger und körperlicher Be- hinderung und unterstützen diese in Kleingruppenarbeit bei der täglichen Arbeit
  • Fröhliche Kinder, die die Schule als ein zweite Heimat erleben

Lesen Sie mehr: Das Ganztagskonzept der Waldschule Hatten