Easter eggs against wooden wall

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! 
Liebe Freunde der Waldschule!

Kurz vor den nun beginnenden Ostertagen möchte ich noch einmal einen Gruß aus der Waldschule an Sie und Euch senden, verbunden mit einigen Worten hinsichtlich einer völlig neuen und derzeit noch unsicheren Zukunft des schulischen Alltags. Ihr alle und Sie alle warten gebannt darauf, dass nun Entscheidungen getroffen werden, wie es nach dem Termin des avisierten Endes der Schulschließungen im Bundesgebiet weitergehen wird.
An erster Stelle aber möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit großer Anerkennung, Respekt für die hervorragende und teilweise aufopfernde Arbeit in den vergangenen Wochen danken. Ihr alle wart und seit nahezu rund um die Uhr im Einsatz, um für die Kinder und die Schule das Beste zu geben. Auch Ihr befindet Euch in Ausnahmesituationen, oft eben auch privat. Deswegen an dieser Stelle von ganzem Herzen: DANKE! 

In den Medien diskutieren Virologen und Infektiologen, Politiker und viele andere Berufsgruppen über die Vor- und Nachteile, Risiken und Konsequenzen einer Öffnung der Schulen, wie auch gleichzeitig über die Verlängerung der Schließung.
Auch unser Stand ist, dass wir nach den Gesprächen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 15.04.2020 ein Ergebnis bekommen, das es dann gilt umzusetzen. Dabei sind verschiedene Szenarien denkbar, beispielsweise auch, dass zunächst nur die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen unter Einhaltung der derzeitigen Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln in die Schulen zurückkehren.
Das ist aber nur eines, von vielen vorstellbaren Szenarien. Zum heutigen Zeitpunkt wissen wir es eben noch nicht.
Für mich ist für die nächsten Tage wichtig, folgendes in den eigenen Gedanken mitzutragen: Keiner ist für diese Situation verantwortlich und Entscheidungen müssen aufgrund der weltweiten Lage ebenso kurzfristig wie unpopulär getroffen werden.

Sicher dürfte sein, dass ein Start mit all unseren über 900 Waldschulfamilienmitgliedern nicht möglich sein wird. Das bedeutet, dass alle Planungen, die wir dann in der nächsten Woche auch mit Hilfe der Landesschulbehörde und ebenfalls in Absprache mit anderen Schulleitern befreundeter Schulen, vornehmen werden, sicherlich pragmatisch sein werden mit dem Versuch, alles Wesentliche zu berücksichtigen. Dabei werden wir Prioritäten setzen müssen und nicht für alle Fragen sofort Antworten parat haben.

Nach welchen Kriterien die Kinder ihre Zeugnisse erhalten und nach den Sommerferien fröhlich ins neue Schuljahr starten, unter welchen Auflagen die bald beginnenden Abschlussprüfungen durchgeführt werden können, all das ist derzeit ebenso ungeklärt, wie viele offene Fragen nach den Stornokosten der Klassenfahrten, der Beschulung von Risikogruppen, dem Einsatz von Lehrkräften, die einer Risikogruppe angehören, nach der Verpflegung in der Schule, dem Sportunterricht und vor allem dem Busverkehr.
Wir müssen uns um verpasste Inhalte ebenso kümmern, wie um eine mögliche angepasste Struktur bei einer Fortführung des digitalen Hausunterrichtes.
So werden wir Sie und Euch bereits kurz nach der Entscheidungsbekanntgabe des Ministeriums über alle daraus resultierenden Schritte informieren. Wir gehen davon aus, dass wir am Donnerstag, 16.4.2020 mit allen zunächst notwendigen Informationen an Sie und Euch in Form eines Briefes herantreten können. (Dabei haben wir die Prüfungen, den Hausunterricht, die Anschaffung der iPads, die Versetzungen, etc. natürlich sprichwörtlich „auf dem Schirm“). Zudem möchten wir mit den Klassensprecherinnen und Klassensprechern und den Elternvertretern der Klassen 5-10 am 16.04.2020 um 18.00 Uhr eine gemeinsame Videokonferenz durchführen. Auch hierzu erhalten Sie und erhaltet Ihr zeitnah weitere Hinweise.
Ein digitaler Elternabend für alle Eltern unserer Waldschülerinnen und -schüler wird sich zeitnah anschließen.
Was wir jetzt alle benötigen sind Gelassenheit und Geduld. Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die es in dieser Form für alle Menschen weltweit in mehreren Generationen nicht gab. Und was wir ebenfalls brauchen ist Verständnis und Ruhe, wenn die Wünsche nach größtmöglichen Lockerungen des Shutdowns möglicherweise nicht in Erfüllung gehen. Halten Sie durch! Wirtschaftlich und mental, wir wissen, in welchen Ausnahmesituationen sich einige Familien derzeit befinden!
Zusammenfassend ist eines in dieser unsicheren Zeit dennoch ganz sicher :Nichts darf und wird zum Nachteil Ihrer Kinder, Euch, liebe Schülerinnen und Schüler, gereichen. 

Daher schließe ich mit folgendem Wunsch und mit folgender Bitte: Vertrauen Sie, liebe Eltern, uns und unserer Arbeit, möglicherweise nun mehr denn je. Wir vermissen unsere Schülerinnen und Schüler derzeit sehr und fühlen uns ebenso wie Sie und Ihr unwohl mit dieser unklaren Zukunft in den nächsten Wochen. 

Wir müssen alles tun, damit wir diese Situation gemeinsam bewältigen, eben letztlich für die, die in unserer täglichen Arbeit im Mittelpunkt stehen: Für unsere Kinder! 

Silbermond singt in seinem Song zur Corona-Krise „Machen wir das Beste draus“.

In diesem Sinne, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund. Das gleiche, liebe Schülerinnen und Schüler, gilt für Euch! Auch wenn es schwer fällt, haltet Euch an die Regeln des Kontaktverbotes und an die notwendigen Abstandsregeln! Wir schaffen das – gemeinsam! 

Ich wünsche Ihnen und Euch im Namen der gesamten Schulleitung frohe Ostern. 

Ihre und Eure
Silke Müller, Schulleiterin

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