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Offener Brief an alle Schülerinnen und Schüler und Freunde der Waldschule ​

Liebe Schülerinnen und Schüler,

ich hoffe sehr, dass Ihr alle gestern die Rede der Bundeskanzlerin Angela Merkel gesehen habt, in der sie sich an die gesamte Nation, also an JEDEN von uns, egal welchen Alters, wendet.

Solltet Ihr diese Ansprache verpasst haben, schaut sie bitte im Anschluss an, evtl. gern auch mit Euren Eltern, die sie sich sicherlich gestern Abend angeschaut haben.

https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/ard-sondersendung/videos/angela-merkel-corona-fernsehansprache-100.html

Dabei geht es nun nicht darum, ob man Frau Merkel mag oder nicht. Es geht um die Bedeutung ihrer Worte, das bedeutet, dass es nun nicht der richtige Zeitpunkt ist, sich in irgendeiner Weise darüber lustig zu machen.

 

Wenn Ihr genau hinhört, erkennt Ihr, dass die Situation in unserem Land wirklich ernst ist. Insbesondere für ältere und kranke Menschen ist es nun wichtig, dass wir GEMEINSAM ALLES dafür tun, sie zu unterstützen. Ein persönliches Urteil, ob das alles übertrieben ist, was das denn alles soll, etc. steht uns in dieser Situation nicht zu und das sage ich an dieser Stelle noch einmal sehr deutlich. Eine solche Krise hat unser Land in dieser Form noch nie erlebt. Auch Schulschließungen, Absage von Gottesdiensten, Konfirmationen, die Schließung sämtlicher Freizeiteinrichtungen aber auch Behörden wie Rathäuser waren bislang nicht im Entferntesten vorstellbar.

Was nun zählt sind Solidarität und Zusammenhalt. Haltet Euch an alle ausgesprochenen Weisungen:

  • Keine Treffen in großen Gruppen
  • Möglichst zuhause bleiben
  • Abstand zwischen Euch: mindestens 1,5 Meter (holt Euch einen Zollstock und messt aus, wieviel das sind)

Und vor allem, liebe Schülerinnen und Schüler, fangt an zu helfen und zu unterstützen, wo Ihr nur könnt. Ihr seid jung, fit und kreativ! Ihr seid Waldschüler!

Nun werdet auch zu unseren Waldschulhelden! Schaut Euch auf der Seite https://www.wsh-hatten.de/werdet-waldschulhelden/ nochmals  an, was Ihr nun tun könnt. Motiviert Eure Eltern, Freunde auch anderer Schulen, auch in anderen Bundesländern mitzumachen und zeigt nun, dass man sich auf Euch verlassen kann, wenn Hilfe am meisten benötigt wird.

Und jetzt: Los geht´s, je schneller Ihr helft, desto erträglicher wird die Situation, die leider nicht nächste Wochen enden wird! Seid dabei ausdauernd und keine Eintagsfliegen! Helft anderen solange und startet so oft immer wieder tolle Aktionen, bis dieser ganze Spuk vorüber ist!

Briefkästen können immer mal wieder mit Bildern und Geschichten gefüllt werden, Einkäufe müssen regelmäßig erledigt werden. Hunde brauchen Auslauf, Gärten müssen weiterhin gepflegt werden. Ich bin mir sicher, dass viele von Euch noch viel, viel mehr Ideen haben!

Abschließend gilt auch: Bei allem, was Ihr nun tut: Sprecht alles mit Euren Eltern ab und passt auf Euch auf!

Jetzt schaut Euch die Rede an!

Bleibt gesund!

Silke Müller,

Oberschuldirektorin